Der Weltfreiwilligendienst des Erzbistums Bamberg ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, der sich den Werten der Solidarität, globaler Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung verpflichtet. Wir verstehen diesen dabei weniger als Hilfsdienst, vielmehr als einen Lerndienst, der die interkulturelle Verständigung und den internationalen Austausch fördert. Unser Ziel ist es, dass Freiwillige durch ihre Erfahrung im Ausland ihre Perspektive erweitern und gleichzeitig zu einer gerechteren und nachhaltigeren Welt beitragen.
Durch ihren Einsatz tragen die Freiwilligen maßgeblich dazu bei, die bestehende Zusammenarbeit zwischen dem Erzbistum Bamberg und internationalen Partnern zu intensivieren und weiter auszubauen. Die Erfahrungen, die die Freiwilligen aus ihren Einsätzen mitbringen, haben eine nachhaltige Wirkung und kommen nicht nur diesen selbst zugute, sondern auch den Menschen in deren Umfeld und im Erzbistum, mit denen sie diese Eindrücke teilen. Der Freiwilligendienst fördert somit das Bewusstsein für globale Zusammenhänge und stärkt das Engagement für nachhaltige Entwicklung – sowohl bei den Freiwilligen als auch in den beteiligten Gemeinden und Projekten. Die persönlichen Erfahrungen der Freiwilligen entfalten eine multiplikative Wirkung, indem sie andere dazu anregen, sich ebenfalls für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft zu engagieren.
Globales Lernen bedeutet dabei für uns, ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu entwickeln und die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen. Unsere Freiwilligen sollen die Komplexität globaler Herausforderungen kennenlernen und sich aktiv mit Themen wie Rassismus, (Post-)Kolonialismus, Armut und globaler Ungerechtigkeit auseinandersetzen. Eine zentrale Rolle nehmen dabei auch die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 (SDGs) ein (bspw. SDG1 Bekämpfung von Armut / SDG2 Bekämpfung von Hunger / SGD5 Geschlechtergleichheit).
Umgesetzt wird der Prozess durch Non-Formales Lernen, also alle Lernprozesse, die nicht institutionell stattfinden, wie der Austausch, die Arbeit und das Zusammenleben mit den Menschen vor Ort. Begleitet wird dies durch eine qualifizierte pädagogische Vor- und Nachbereitung. Hierbei soll auch ein tiefes Verständnis für globale Zusammenhänge und entwicklungspolitische Themen gefördert werden und möglicherweise die Grundlage für ein langfristiges Engagement in entwicklungspolitischen Berufs- und Tätigkeitsfeldern geschaffen werden.
Inklusion ist ein zentraler Wert in unserem Freiwilligendienst. Wir wollen sicherstellen, dass alle jungen Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Beeinträchtigung oder sozialen Umständen, die Möglichkeit haben, sich für den Dienst zu bewerben und teilzunehmen. Der Weltfreiwilligendienst wird in einer Atmosphäre durchgeführt, in der die Diversität menschlicher Lebens- und Glaubensweisen geachtet und wertgeschätzt wird.
Die langjährig gewachsene Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen findet auf Augenhöhe statt, geprägt von gegenseitigem Respekt. Zentrale gemeinsame Anliegen sind die erfolgreiche Durchführung des WFD und das Wohlergehen der Freiwilligen. Die Partnerschaften sollen durch die Zusammenarbeit und dem Austausch von Wissen und Erfahrungen gestärkt werden. Die „Süd-Nord-Komponente“, bei der junge Menschen aus Partnerländern des globalen Südens ihren Freiwilligendienst bei uns im Erzbistum leisten, soll eine gleichberechtigte Zusammenarbeit fördern und den Austauschcharakter des Programms sicherstellen.
Freiwillige sind bei uns aktive Mitgestalter*innen. Sie haben die Möglichkeit, ihre Ideen und Perspektiven einzubringen und so die Arbeit vor Ort mitzugestalten. Wir fördern eine Kultur der Partizipation – sowohl in der Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen als auch im Rahmen der Reflexion und Nachbereitung des Einsatzes. Partizipation bedeutet für uns auch, dass die Freiwilligen in ihren Erfahrungen wachsen, Verantwortung übernehmen und aktiv die Veränderung mitgestalten, die sie sich wünschen. Daher ist uns auch ein Anliegen, die Perspektiven der ehemaligen Freiwilligen in unsere Arbeit aufzunehmen und diese zu motivieren, sich aktiv einzubringen.
Christliche Werte wie Nächstenliebe, Respekt und Verantwortung für die Schöpfung begleiten die Freiwilligen in ihrem Dienst. Diese Werte prägen das tägliche Handeln und die Haltung gegenüber den Menschen, mit denen sie leben und arbeiten.
Unsere Arbeit orientiert sich an der Förderleitlinie von „weltwärts“, was eine gleichbleibend hohe Qualität in der pädagogischen Begleitung, der Auswahl der Einsatzstellen und der Einhaltung aller Standards gewährleistet. Durch regelmäßige Ehemaligenbefragungen evaluieren wir die Erfahrungen der Freiwilligen und nutzen dieses Feedback, um unser Angebot kontinuierlich zu verbessern und auf einem hohen Niveau zu halten.